Klinker & Ziegelwerk

Judith Becker
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Judith Becker

16. November 2020

Blockverband für Haus U

Der Architekt Herr von Houwald aus Krefeld hat auch dieses Einfamilienhaus geplant. Dieses Einfamilienhaus im reduzierten Bauhausstil zeigt die Strangpresssortierung Jaco GR 201 aus dem Rheinischen Ringofen. Die stranggepresste Sortierung erstrahlt mit einer rot-bunten bis grünlich-anthrazitfarbene Farbgestaltung. Besonders nennenswert bei diesem Objekt ist der Verband. Es handelt sich um einen Blockverband. Im Verband wechseln sich eine Reihe Läufer und eine Reihe Köpfe ab. Allerdings ist der Blockverband nicht zu verwechseln mit dem Kreuzverband. Beim Kreuzverband verschiebt sich die Läuferschicht um einen halben Stein. Somit entsteht mit einem Läufer und den darüber und darunter liegenden Köpfen ein Kreuz. Das Kreuz wird mit den darauffolgenden Reihen durch eine Fuge getrennt.

Die Schwierigkeit, genau ein Kreuz zu bilden, besteht beim Blockverband nicht. Das Wechselspiel aus Läufer- und Kopfschichten wird heutzutage relativ selten angewendet. Einerseits bedeutet es einen höheren Arbeitsaufwand für den Maurer, aber andererseits könnte das Endergebnis einen altmodischen Charakter erhalten. Dieser veraltete Verband wird häufig aus Kosten- und Geschmacksgründen nicht gewählt. Dabei wird dem Verband zu Unrecht eine veraltete Wirkung nachgesagt. Durch diesen Verband entsteht ein einzigartiger Charme. Die Sortierung, insbesondere mit den Kopfsteinen, lässt das Gebäude mit einer besonderen Optik und Haptik erstrahlen.

Die Charakteristik der Ringofenklinker kann man am besten an der Sortierung STP Jaco GR 201 erklären. Die Farben der Sortierung erreichen ein besonderes Spektrum. Obwohl es im Grunde eine rote-bunte Grundsortierung ist, wirkt diese im Blockverband anthrazit-braun, grün, violett mit einem leichtem Rot-Anteil. Ebenso zeichnet das Wechselspiel aus Vorder- und Rückseiten eine stimmige und charakteristische Ringofensortierung aus.

Foto: Architekt Georg von Houwald

marcus
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Marcus Gillrath

7. August 2020

Kinder- und Familienzentrum Paulus in Wolfsburg

Das Paulus Kinder- und Familienzentrum liegt gegenüber der denkmalgeschützten Pauluskirche in Wolfsburg. Der trapezförmige Grundriss macht das ebenerdige Gebäude zu einem idealen Treffpunkt für Kinder und Familien. Mit seinem langgezogenen Baukörper erlangt die „Eingeschossigkeit“ einen besonderen Ausdruck. Dieser wird durch die besondere Farb- und Formsprache unterstützt. Die Formsprache wird schon im Grundriss deutlich, aber auch in der Ausbildung aller abgerundeten Gebäudeecken.

Das Farbkonzept

Die Farbgestaltung wird von der gegenüberliegenden Kirche aufgegriffen. Die Pauluskirche hat einen weiß verputzten Baukörper mit schwarzen Dachziegeln. Da das Paulus Familienzentrum nur ein Flachdach hat, ist die Kombination aus schwarz und weiß mit in die Fassadengestaltung übergegangen. Das Familienzentrum ist mit der Gillrather Wasserstrichsortierung GR 14/80, einer grau gedämpften Klinkersortierung verblendet. Vor der Veredelung im Dämpfofen hatte der Klinker einen orangefarbenen Unterton. Im Dämpfofen erhielt die Sortierung unter Sauerstoffabschluss ihre graue Farbe. An manchen Stellen schimmert die Grundfarbe durch. Dementsprechend reicht das Farbspektrum der Sortierung von überwiegend anthrazit und bläulichen Anteilen bis hin zu dunkel bordeaux und violettfarbenen Tönen. Zudem ist es eine Kohlebrandsortierung, sodass Aufbrennungen der Kohle einen Farbanteil der Sortierung mitbestimmen. Innerhalb des Eingangsbereichs und des innen liegenden Hofes wurde mit einer cremefarbenen Wasserstichsortierung gearbeitet. Dieses Zusammenspiel aus Hell und Dunkel spielt im Grunde das Weiß und Schwarz der Kirche wieder.

Der Standort des Paulus Familienzentrums ist mit Bedacht gewählt. Einerseits besteht die Verbindung zur denkmalgeschützten Pauluskirche, andererseits ist das Grundstück ruhig gelegen und wird durch Bäume begrenzt. Dieser perfekt gelegte Standort lädt Familien zum Wohlfühlen ein und Kinder zum Toben und Spielen. Im Paulus Familienzentrum ist eine Kindertagesstätte für 150 Kinder sowie ein Pfarrheim untergebracht.

Die Architekten Dohle und Lohse aus Braunschweig begleiteten den Bau des Kinder- und Familienzentrums in den Leistungsphasen 2 bis 8. In diesen Phasen wird der Bau geplant und bis zur vollständigen Erstellung des Objektes überwacht und begleitet.

Judith Becker
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Judith Becker

13. May 2020

Wohn- und Geschäftshaus am Marktplatz

Das Wohn- und Geschäftshaus prägt das Stadtbild am Marktplatz in Pulheim. Eine verkehrsberuhigte Straße läuft direkt am zentral liegenden Objekt vorbei. Nicht unweit entfernt liegt der Pulheimer Bahnhof. Von dort ist innerhalb von 15 Minuten die Kölner Innenstadt erreichbar.

Das repräsentative Wohn- und Geschäftshaus wurde von dem Generalunternehmer Friedrich Wassermann von der Bemusterung bis hin zur Umsetzung begleitet und ausgeführt. Aber der Architekt Michael Zimmermann führte die Planung durch. In dem viereinhalb geschossigen Bauwerk sind 16 Wohneinheiten mit jeweils 1-3 Zimmern. Ebenso sind 3 Ladenlokale und 3 Büroeinheiten sowie einer Tiefgarage dort untergebracht. Die hellen Wohneinheiten sind mit einer hochwertigen Ausstattung sowie 1-2 Balkonen pro Wohnung versehen. Die hochwertige Ausstattung beinhaltet einen Parkettboden mit einer hellen und lichtdurchfluteten Raumaufteilung. Ebenso sind alle Wohnungen barrierefrei und können mithilfe eines Aufzugs stufenlos erreicht werden.

Dieses Bauprojekt ist das Erste, das die Gillrather- Wasserstrichsortierung Sortierung Cornwall trägt. Das Mehrfamilienhaus ohne Dachüberstand erhält durch die helle beige-bunte Farbgestaltung einen frischen und freundlichen Gesamteindruck. Aufgelockert wird die Fassade durch Putzkombination an den Balkonen und den vielen Fensterflächen. Das Besondere an den Fenstern sind die vermehrt verarbeiteten Köpfe. Die anthrazitfarbenen Fenster ergänzen sich zum Kohlebrand der Sortierung. Die bunte Farbgestaltung der Sortierung entsteht durch den Kohlebrand. Diese Farbgestaltung reicht von hellen Beigetönen bis hin zu dunkelbraunen Akzenten. Der urbane Baukörper erhält durch das durchdachte Farbkonzept einen eleganten Gesamteindruck.

Foto: Friedrich Wassermann

Judith Becker
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Judith Becker

30. April 2020

Wohnhaus Studtstraße in Münster

Das Mehrfamilienhaus dient als Wohnhaus im Kreuzviertel auf der Studtstraße in Münster. Dieses erstrahlt mit der wunderschönen Ringofensortierung STP Jaco GR 201 im Normalformat. Das Normalformat hat eine Länge von 240 mm, eine Breite von 115 mm und eine Höhe von 71 mm. Dieses Format unterstreicht den Ausdruck von Ruhe und Gelassenheit des Gebäudes. Ebenso unterstützt die verwendete zementgrauen Fuge diesen Ausdruck.

Ringofentemperaturen

Die gebrannten Steine aus dem Ringofen haben ihre eigene Charakteristik, die mithilfe der hohen Temperaturen im Ofen entstehen. Die hohen Temperaturen bringen den Ringofensteinen viele Vorteile. Umso höher die Temperaturen, umso mehr können sich die Steine verformen und eine eigene Haptik entwickeln. Da es sich bei der Sortierung STP Jaco GR 201 um einen Kohlebrand handelt, wird dieser immer bei hohen Temperaturen bis zum Sinterungspunkt gebrannt. Die Kohlebrandoptik sowie die leichte Verformungen der Steine kann in der Gesamtansicht des Wohnhauses erkannt werden. Das Wechselspiel aus Licht und Schatten zeigt deutlich die Ringofencharakteristik.

Aufgrund der hohen Temperaturen im Ringofen kann es auch zu Schwankungen im Format kommen. Bei der Gillrather werkseigenen Produktionskontrolle werden diese Schwankungen regelmäßig kontrolliert. Die Schwankungen liegen im Rahmen der DIN-Norm. Stetig arbeitet die Firma Gillrath an der Verbesserung ihrer Steine. Die Schwankungen im Ofen können trotz gleichem Brennrezept und Tonmischung an verschiedenen Objekten immer unterschiedlich wirken. Die unterschiedliche Optik lässt sich auch auf die jeweils verwendete Fugenfarbe, Gebäudeform, Fensterfarbe usw. zurückführen. Ebenso ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass es sich um ein keramisches Produkt handelt.

Ebenfalls ist das Resultat der hohen Temperaturen eine geringe Wasseraufnahme. Die niedrige Wasseraufnahme steht für gute Qualität. Erst recht ist die niedrige Wasseraufnahme auch zu hören. Indem man zwei Steine aneinander schlägt, ertönt ein heller Klang. Je heller der Ton erklingt, desto besser ist die Qualität der Steine.

Die Gillrather Klinker können mit fast allen Sinnen wahrgenommen werden. Die rustikale Oberfläche der Steine ist durch sanftes Streifen der Steine zu erfühlen. Der helle Ton von zwei aneinander schlagenden Steinen ist zu hören. Die einzigartige Optik der Ringofencharakteristik ist an vielen verschiedenen Objekten zu sehen. Mit einem Gillrather Klinker begibt man sich auf eine Sinnesreise.

Judith Becker
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Judith Becker

30. April 2020

Tanzwerder Bremen

In Bremen auf dem Landstück zwischen der Weser und der kleinen Weser liegt die Wohnanlage Tanzwerder. Die Wohnanlage trägt den Namen der Straße. Das freistehende Gebäude fügt sich wunderbar in die idyllische Grünfläche und Nachbarbebauung ein.

Ein besonderes Augenmerk ist auf die vielen unterschiedlich großen, schmalen und langen Fenster bei dem viergeschossigen Gebäude zu richten. Hier und da sind Aussparungen in der Fassade, die den Wohnungen kleine überdachte Balkone bescheren. Hinter dem freistehenden Gebäude ist mittig ein schmaler Vorbau errichtet. Dieser bietet den Wohnungen dadurch ebenfalls einen schmalen Balkon. Der rechteckige Wohnkomplex mit Flachdach ist von den Architekten Wacker Zeiger aus Hamburg geplant worden. In Abstimmung mit den Bauherren und Architekten ist die Entscheidung auf die Wasserstrichsortierung Jaco GR 301 D im Normalformat gefallen. Zudem galt die Vorgabe, nur einen geringen Anteil Retros zu verarbeiten.

Das Farbspektrum reicht von vereinzelnd leicht orange schimmernden Anteilen über verschiedene Brauntöne bis hin zu bläulichen Anteilen, die die Kohlebrandstellen zeigen. Die dunkelgraue Fuge ergänzt das Farbbild. Die Sortierung Original Wasserstrich Jaco GR 301 D ist an diesem Gebäude in der dunkleren Variante verarbeitet, dafür steht das D in der Bezeichnung der Sortierung. Im Gillrather Sortiment ist diese Sortierung auch in einer hellen Variante vorhanden. Das wäre die Sortierung Original Wasserstrich Jaco GR 301 H. Hier steht das H für hell. Insgesamt enthält diese Sortierung einen höheren Rotanteil, sodass das Farbspektrum eine höhere Abstufung von Brauntönen aufweist. Zu sehen ist diese Sortierung am Objekt Pfarrheim in Hilden.

Hinweis zur Verarbeitung

Bei jeder Verarbeitung empfiehlt die Firma Gillrath, immer die Vorder- und Rückseiten ihrer Steine zu verarbeiten. Dadurch, dass die Steine in den Trockenkammern auf Latten liegen, sind bei den Wasserstrichsteinen Abdrücke auf der Rückseite zu erkennen. Das Wechselspiel aus Vorder- und Rückseiten erzeugt das charakteristische Bild der Gillrather Ringofenklinker.

Judith Becker
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Judith Becker

26. March 2020

Büroneubau für Lebensmittel-Produzent Elo

Der Lebensmittel-Produzent Elo aus Vechta-Langförden hat seinen Büroneubau realisiert. In Zusammenarbeit mit der SHI Planungsgesellschaft mbH aus Oldenburg wurde der Komplex vom Entwurf bis zur Planung 2017 fertiggestellt. Der neue Komplex vereint alle Mitarbeiter und Abteilungen an einem Standort, die vorher örtlich getrennt waren. Folglich bekommen die Mitarbeiter  mit der Zusammenführung der Standorte einen modernen und attraktiven Arbeitsplatz geboten. Ebenso sind die neuen Räumlichkeiten mit neuester Technik ausgestattet, um den Mitarbeitern eine Möglichkeit zu bieten, in Richtung Zukunft zu wachsen.

Die Gillrather-Wasserstrichsortierung MSZ Jaco GR 201 ist im NF an diesem Objekt verarbeitet. Zudem ist es unser erstes Wasserstrichprojekt im NF. Das Normalformat passt harmonisch zu der Größe des Gebäudekomplexes. Mit der strukturierten Wasserstrichoberfläche entsteht ein Kontrast zu den glatten Fenster- und Aluflächen. Die Klinkerfassade, die als Teilelement der Fassade dient, wird durch große Fensterflächen unterbrochen. Der hochwertige Stein fügt sich eindrucksvoll in die gesamte Fläche ein. Das rot-violett-bunte Farbspiel des Ringofenverblenders passt stilvoll zu den anthrazitfarbenen Elementen. Das Besondere an der Fassade des Bürogebäudes ist die Wechselwirkung der vor- und zurückgezogenen Elemente. Der rechteckige Kubus erhält durch die aufgelockerte Fassade eine elegante Wirkung. An der linken Seite begrenzt eine Wendeltreppe aus Stahl das Gebäude, die als Rettungsweg dient. Als besonderer Augenmerk ist der Eingangsbereich zu erwähnen. Dieser trägt ein auffälliges Grün, das dem Logo von Elo ähnelt.

An dem eindrucksvollen Bürogebäude wurden hochwertigen Materialien verarbeitet. Aufgrund der besondere Fassadengestaltung gelangt viel Licht ins Innere. Im Inneren ist ebenfalls auf hochwertige Ausstattung sowie neueste Technik in allen Räumen geachtet worden.

Foto: Michael Dedecke

Judith Becker
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Judith Becker

26. March 2020

HBH Verwaltungsgeäude Lämmersieth

Für das HBH Verwaltungsgebäude veranstaltete die Firma Gillrath 2017 eine Bemusterung in ihrem Werk. Als Gäste waren Bauherr-Vertreter der Hanseatischen Baugenossenschaft Hamburg (HBH), die Architekten Tchoban und Voss und weitere beteiligten Personen geladen. Aufgrund der ersten gemeinsamen Zusammenarbeit mit den Architekten am Objekt Ackerstraße in Berlin strebte man ein weiteres Projekt an. Während der Veranstaltung zeigte die Firma Gillrath ihren Gästen ihr Werk mit Produktion und Ausstellung. Infolgedessen legten die Beteiligten bei der Gelegenheit den passenden Klinker für dieses Objekt fest.

Insbesondere wählten die Beteiligten eine Sondersortierung für diesen Gebäudekomplex. Als Grundsortierung dient die bestehenden Sortierung London. Mit der Zugabe von Mangan entstand die Sortierung Lämmersieth. Das Besondere, das beide Sortierungen ausmacht, ist der grobe Schieferton. Dieser schimmert durch die Oberfläche und ist ebenso zu erfühlen. Verfeinert wird die Sortierung Lämmersieth mit einem Kohlebrand, der die braun-anthrazit bunte Farbgebung unterstreicht.

Die schlichte Architektur kombiniert Klinker- und Glaselemente in einem sanften Wechsel. Jedes Stockwerk besteht aus einer kompletten Glasfront. Jedoch werden diese mit Klinkerfassadenelementen abgetrennt. Der Klinkerbau orientiert sich an der Architekturweise der Umgebungsbebauung.

Ein besonderes Augenmerk fällt auf das Logo der Hanseatischen Baugenossenschaft Hamburg. Die Abkürzung des Bauherrn ist HBH und krönt als hervorgehobenes Element die Gebäudeecke am oberen Klinkerelement. Das Logo besteht aus dunkleren Klinkern. Die Anordnung der „H´s“ ist so konstruiert, dass in der Mitte das „B“ entsteht.

Nachdem dieses Verwaltungsgebäude auf der Bramfelder Straße auf der Ecke zur Straße Lämmersieth in Hamburg fertiggestellt worden ist, startet ein weiterer Bauabschnitt. An dem Eckgrundstück müssen bestehende Gebäude weichen, um Platz für Neubauten zu schaffen. Das Farbkonzept des ersten Objektes wird sich in den weiteren Bauten widerspiegeln. Mit dem Neubau entsteht eine Mischnutzung aus Wohnungsanlage und komplett unterkellerter Tiefgarage.

marcus
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Marcus Gillrath

21. November 2019

Stadthaeuser in Berlin Schoeneberg

Nur einige hundert Meter von Kurfürstendamm und Spree entfernt entstanden drei Stadthäuser im Berliner Kiez Schöneberg. Diese Stadthäuser hat das bekannte Architekturbüro Klaus Theo Brenner (Brenner Krohm Architekten) entworfen und geplant. Auffällig bei diesen Stadthäusern ist die farbliche Vielfalt der drei Stadthäuser, die aber auf Grund der ähnlichen Bauweise zusammen genommen eine stimmige Einheit bilden. Sie repräsentieren das zeitlose Berliner Stadthaus. Dieses Stadthaus nimmt sich trotz mehrstöckiger Bauweise durch die zeitlos gestaltete Staffelgeschosse elegant zurück.

Mehrfarbenkonzept durch abwechslungsreiche Klinkersorten umgesetzt

 

Das Architekturbüro Brenner hat für die drei Stadthäuser unterschiedliche Sortierungen aus dem Rheinischen Ringofen ausgewählt. Für das rötlich gehaltene Stadthaus fiel die Wahl auf die Sorte Ringofen Wasserstrich MSZ GR 101 im Dünnformat. Die Steine sind im Herstellwerk zu Riemchen geschnitten worden. Diese Sorte besitzt einen kräftigen Rotton. Darüber hinaus wird das Rot von kräftigen Blau- und Violett-Tönen unterbrochen. Weiterhin wurde als helle Sorte die weißgraue Sorte Wasserstrich MSZ GR 14/601 WA verwendet. Diese bildet einen lebendigen Kontrast zu den dunkleren Farben. Den Abschluss bildet die graue Sortierung Wasserstrich GR 14/601 grau gedämpft. Diese Sorte ist optisch die lebendigste der drei Sorten mit starken Unterschieden von grau bis schwarz.

Bezug zur Berliner Moderne

 

Die ausladenden Balkone und die Fassadenstrukturierung lassen die Berliner Moderne wieder aufleben. Hervorzuheben sind die Vorsprünge im Bereich der Klinkerriemchen zwischen den Fenstern, die ein ein interessantes Stilmittel darstellen. Durch diese zeitlose Architektur fügen sich die Stadthäuser wunderbar in ihr Umfeld ein. Letztendlich  profitiert die ganze Straße von dieser architektonischen Aufwertung.

Haben Sie Fragen zu diesem Projekt oder weiteren Projekten in Berlin? Dann wenden Sie sich gerne an Herrn Klaus Beck, Vertriebsleiter der Firma Janinhoff

.Fotos: Maximilian Meisse Fotografie

marcus
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Marcus Gillrath

10. May 2019

Hochmodernes Mehrfamilienhaus in Jülich

Das Mehrfamilienhaus besteht aus zwei getrennten Gebäuden. Allerdings liegen diese nicht zentral im Stadtkern von Jülich. Jedoch ist die Stadt fußläufig erreichbar. Zudem besteht in unmittelbarer Nähe eine Bus- und Bahnverbindung. Mit dieser gelangt man in die umliegenden Dörfer. Von Düren, der nächstgrößeren Stadt, gibt es eine schnelle Anbindung nach Aachen, Köln oder Düsseldorf.

Erwähnenswert ist, dass sich in beiden Gebäuden jeweils neun hochmoderne und energieeffiziente Wohneinheiten befinden. Darüberhinaus steht den Bewohnern eine Tiefgarage zur Verfügung. Im Staffelgeschoss der Komplexe befindet sich jeweils eine Penthousewohnung.

Sondersortierung für hochmodernes Mehrfamilienhaus

Für dieses besondere Mehrfamilienhaus ist eine Sondersortierung gewählt worden. Die Firma Gillrath hat in Ihrem Ringofen die Original Wasserstrichsortierung creme weiß Kohlebrand  hergestellt. Anschließend sind die Klinker in einem externen Dämpfofen veredelt worden. Es war ein spezieller Dämpfofen, in dem die Sortierung mit Kohle gedämpft wurde. Dadurch bekam die Sortierung ihren dunklen, silbergrauen Schimmer, der je nach Sonneneinstrahlung glänzt.

Neben der einzigartigen Sortierung entschied sich der Bauherr außerdem für ein besonderes Format. Dieses 290x90x40mm lange Format erstreckt sich über beide Gebäude hinweg. In Kombination mit der Fuge, die in einem hellen Ton gehalten ist, erhält die eher dunkle Sortierung einen hellen Gesamteindruck. Dazu passend sind mehrere Elemente mit weißem Putz versehen worden.

Die Z-Plus Architektur hat das Objekt in den Leistungsphasen 1-7 entwickelt, geplant und an die jeweiligen Ausführungsstellen vermittelt. Durch die Zusammenarbeit mit Jennes Immoconsult ist es eine besondere Referenz geworden. Außerdem übernimmt die Jennes Immoconsult nun die Verwaltung, Vermietung und den Verkauf der entstandenen Wohneinheiten.

Foto: Ulli Staege

marcus
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Marcus Gillrath

10. May 2019

Neues Gemeindezentrum in Kranenburg mit Wasserstrichklinkern im Langformat

Die Sortierung Original Wasserstrich MSZ Jaco GR 401 umfasst eine ruhige Farbauswahl. Der Kohlebrand ist nur leicht vertreten, lässt die Fassade daher nicht unruhig oder bunt wirken. Die Farben gehen harmonisch ineinander über, ohne das einzelne Farben hervorstechen. Durch die strukturierte Oberfläche der Wasserstrichklinker wirkt die Fassade aufgelockert und erhält einen einzigartigen Charakter. Das Format 290x90x40mm erstreckt sich entlang des langgezogenen Baukörpers und integriert sich hervorragend in die Gebäudesymmetrie. Durch das schmale Format wird ein prägnantes Fugenbild erzeugt. Hierdurch entsteht ein Wechselspiel zwischen Licht und Schatten in der Fassade.

Fassadenelement

An mehreren Stellen ist eine spanische Lochfassade als Stilmittel zu sehen. Somit wird das langgezogenen Gebäude unterbrochen. Hinter der spanischen Lochfassade ist ein Fenster verbaut. Dieses bietet dem semitransparenten Mauerwerk eine Möglichkeit mehr Licht ins Gebäude zu lassen.

Wenn man das Gebäude von der Seite betrachtet, sehen die Umrisse aus wie die Grundstruktur einer Kirche. Das Gebäude hat zur Hälfte jeweils ein Satteldach und ein Flachdach. Die Fläche unter dem Satteldach ist ein durchgehender Raum, der bis nach oben zur Decke komplett geöffnet ist. Dadurch entsteht ein großer offener Raum, der von der einen Seite hell erleuchtet wird. Dies ermöglicht eine komplette Glasfront. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes wird dies wieder aufgegriffen. Diese Hälfte des Gebäudes ist in mehrere Räume unterteilt. Die transparente Fassade eröffnet dem Gebäude eine neue Art von Modernität und Offenheit. Durch die Wahl unseres Klinkers passt sich das Ensemble der Nachbarbebauung an. Es entsteht also ein Kontrast zwischen der offenen Fassade des Gemeindezentrums und den eher geschlossenen Fassaden der Nachbarn.

Die Architekten Kastner und Pichler haben genau diese Reaktion erzeugen wollen. Ausgehend von Fassade, Dach und Standort passt sich das Ensemble gut in die zweite Reihe der historischen Nachbargebäude. Trotz der Gemeinsamkeiten haben die Architekten kein altes Gebäude geschaffen, sondern ein neues, modernes und offenes.

Foto: Kastner und Pilcher Architekten