Klinker & Ziegelwerk

marcus
Verfasst von:

Marcus Gillrath

10. Mai 2019

Neues Gemeindezentrum in Kranenburg mit Wasserstrichklinkern im Langformat

Die Sortierung Original Wasserstrich MSZ Jaco GR 401 umfasst eine ruhige Farbauswahl. Der Kohlebrand ist nur leicht vertreten, lässt die Fassade daher nicht unruhig oder bunt wirken. Die Farben gehen harmonisch ineinander über, ohne das einzelne Farben hervorstechen. Durch die strukturierte Oberfläche der Wasserstrichklinker wirkt die Fassade aufgelockert und erhält einen einzigartigen Charakter. Das Format 290x90x40mm erstreckt sich entlang des langgezogenen Baukörpers und integriert sich hervorragend in die Gebäudesymmetrie. Durch das schmale Format wird ein prägnantes Fugenbild erzeugt. Hierdurch entsteht ein Wechselspiel zwischen Licht und Schatten in der Fassade.

Fassadenelement

An mehreren Stellen ist eine spanische Lochfassade als Stilmittel zu sehen. Somit wird das langgezogenen Gebäude unterbrochen. Hinter der spanischen Lochfassade ist ein Fenster verbaut. Dieses bietet dem semitransparenten Mauerwerk eine Möglichkeit mehr Licht ins Gebäude zu lassen.

Wenn man das Gebäude von der Seite betrachtet, sehen die Umrisse aus wie die Grundstruktur einer Kirche. Das Gebäude hat zur Hälfte jeweils ein Satteldach und ein Flachdach. Die Fläche unter dem Satteldach ist ein durchgehender Raum, der bis nach oben zur Decke komplett geöffnet ist. Dadurch entsteht ein großer offener Raum, der von der einen Seite hell erleuchtet wird. Dies ermöglicht eine komplette Glasfront. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes wird dies wieder aufgegriffen. Diese Hälfte des Gebäudes ist in mehrere Räume unterteilt. Die transparente Fassade eröffnet dem Gebäude eine neue Art von Modernität und Offenheit. Durch die Wahl unseres Klinkers passt sich das Ensemble der Nachbarbebauung an. Es ensteht also ein Kontrast zwischen der offenen Fassade des Gemeindezentrums und den eher geschlossenen Fassaden der Nachbarn.

Die Architekten Kastner und Pichler haben genau diese Reaktion erzeugen wollen. Ausgehend von Fassade, Dach und Standort passt sich das Ensemble gut in die zweite Reihe der historischen Nachbargebäude. Trotz der Gemeinsamkeiten haben die Architekten kein altes Gebäude geschaffen, sondern ein neues, modernes und offenes.