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Klinker & Ziegelwerk

Judith Becker
Verfasst von:

Judith Becker

30. Juli 2021

Stadtwerke Hattingen

In unmittelbarer Nähe zur Ruhr gelegen, befindet sich das neue Büro- und Betriebsgelände der Stadtwerke Hattingen. Bauherrschaft Stadtwerke Hattingen und  Rübsamen Partner Architekten entschieden sich bei der Fassade für den Ringofenklinker Original Wasserstrich GR 14/601 in hellen und warmen Grautönen mit Unikat-Kohlebrand. Das neu erstellte Ensemble bietet einen neuen und modernen Standort für die Organisation und Verwaltungen der Stadtwerke Hattingen.

Der mit großen Fenstern versehene Eingangsbereich mit barrierefreiem Zugang lädt zu Veranstaltungen und Kundenberatungen ein. Mit dem neuen Gebäude ist mehr Platz für die Verwaltung, Lagerhaltung, Werkstatt und Fuhrpark geschaffen worden. Eine schmale Treppe ergänzt den Bereich zwischen barrierefreiem Eingang und dem leichten Anstieg zum Verwaltungsgebäude. Indem fügt sich dieser Bereich harmonisch ins Gesamtbild ein. Insbesondere bringen die vielen schmalen Fenster viel Licht ins Gebäude.

Jedoch bietet die grau gedämpfte Sortierung ein Farbspektrum von verschiedenen hellgrauen Abstufungen mit silbernen und beige-braunen Anteilen. Der Kohlebrand verfeinert die Sortierung und bringt Leben in die Fassade. Das helle Grau wird erst mit einem Creme-weiße Unterton möglich. Durch den zweiten Brand im Dämpfofen entsteht ein helles Grau mit seinen vorher genannten Abstufungen. Allerdings ist ein hellgrauer Brand immer nur mit einem zweifachen Brand möglich.

Die Farbe der anthrazitfarbenen Fenster wird in den Kohlebrandstellen im Stein wieder aufgegriffen. Die helle Fuge passt sich dem Farbbild des Steines an und erzeugt so eine harmonische Wirkung. Zur harmonischen Wirkung trägt ebenso das Normalformat seinen Anteil bei. Die Farbgestaltung passt ebenfalls zur Metallfassade des Werksbetriebsgeländes aus hellen monolithischen Sichtbeton.

Vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten erhielt das Gebäude der Stadtwerke Hattingen den Architekturpreis Bochum 2020.

Foto: Lukas Roth