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Mobilstation Erkelenz

HJP Plan
Strangpressklinker
DF ca. 240x115x52mm
Die Fassade greift ortstypische Klinkerelemente auf und kombiniert sie mit Edelstahlseilnetzen, die eine flächige Begrünung ermöglichen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rückbaubarkeit: Die Klinkerelemente lassen sich später wiederverwenden.
Mobilstation Erkelenz
Strangpressklinker
DF ca. 240x115x52mm

Sondergefertigte Klinkerfassade für ein zukunftsweisendes Mobilitätsprojekt

Mit der neuen Mobilstation an der Ostpromenade entstand in Erkelenz ein modernes Mobilitätszentrum, das Parken, Fahrradinfrastruktur und ÖPNV intelligent miteinander verbindet. Neben der funktionalen Nutzung prägt insbesondere die markante Fassadengestaltung den Charakter des Gebäudes. Für das Projekt wurde eine eigens entwickelte Klinkerlösung umgesetzt, die architektonische Qualität, Nachhaltigkeit und Rückbaubarkeit miteinander vereint.


Sonderanfertigung aus Gillrath für die offene Fassadenstruktur

Für die Fassadenelemente der Mobilstation wurde die speziell für dieses Objekt entwickelte Sortierung
STP DF ca. 240 × 115 × 52 mm dunkelrot-blau-violett-bunt KHLz eingesetzt.

Die lebendige Farbgebung der Klinker verleiht dem großmaßstäblichen Baukörper eine hochwertige und zugleich regionale Materialwirkung. Durch das nuancierte Farbspiel aus dunklen Rot-, Blau- und Violetttönen entsteht eine dynamische Fassadenstruktur, die je nach Lichtverhältnis unterschiedlich wirkt und dem Gebäude trotz seiner technischen Funktion eine warme, architektonische Ausstrahlung verleiht.

Die Klinker wurden dabei nicht klassisch vermauert, sondern als Teil eines vorgefertigten Fassadensystems eingesetzt. Die Steine wurden in einen umlaufenden Metallrahmen eingelegt beziehungsweise eingefüllt. Durch diese Bauweise konnte vollständig auf Mörtel verzichtet werden.


Rückbaubare Konstruktion ohne Vermörtelung

Ein wesentliches Merkmal der Fassadenlösung ist ihre reversible Konstruktion. Da die Klinker nicht vermörtelt wurden, bleiben die einzelnen Elemente rückbaubar und können sortenrein getrennt beziehungsweise wiederverwendet werden. Damit erfüllt das System wichtige Anforderungen an nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen.

Gleichzeitig erzeugt die offene Anordnung der Klinkerelemente eine transparente Fassadenwirkung, die für Parkhaus- und Mobilitätsbauten funktionale Vorteile bietet:

  • natürliche Belüftung der Parkebenen
  • Tageslichteinfall in die offenen Geschosse
  • reduzierte technische Lüftungstechnik
  • hohe Dauerhaftigkeit und Wartungsarmut
  • robuste Fassadenlösung für stark frequentierte Bereiche

Die sichtbare Struktur der eingesetzten Klinker wird bewusst Teil der architektonischen Gestaltung und verleiht der Fassade ihre charakteristische Tiefenwirkung.


Regionale Materialität als Identitätsträger

Die Mobilstation wurde als zentraler Baustein der Stadtentwicklung und Mobilitätswende in Erkelenz realisiert. Umso wichtiger war die Wahl eines Materials mit regionalem Bezug. Zum Einsatz kamen echte Erkelenzer Ziegel aus Gillrath, die die Verbindung zwischen moderner Infrastruktur und lokaler Baukultur sichtbar machen.

In Kombination mit Begrünungselementen, offenen Fassadenbereichen und der klar gegliederten Architektur entsteht ein zeitgemäßes Mobilitätsgebäude mit hoher gestalterischer Qualität.


Nachhaltigkeit und Architektur im Zusammenspiel

Neben der rückbaubaren Fassadenkonstruktion setzt das Projekt auf weitere nachhaltige Komponenten wie Dach- und Fassadenbegrünung, Photovoltaik sowie eine offene, ressourcenschonende Bauweise. Die langlebigen Klinkerelemente leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Wertigkeit des Gebäudes.

Die Mobilstation Ostpromenade zeigt beispielhaft, wie individuelle Klinkersonderlösungen funktionale Anforderungen, nachhaltige Konstruktion und architektonischen Anspruch miteinander verbinden können.

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